Gemüsegarten

Unser Gemüsegarten besteht aus  drei Parzellen mit 8 bis 11 Beetreihen.

Eine Gemüseplanungsgruppe erstellt für jedes Gartenjahr einen Pflanzplan. Darin ist ersichtlich, welche Vorkultur im Jahr davor gewachsen ist. Entsprechend werden die Folgekulturen geplant. Dabei stützen wir uns auch in der Permakultur auf die Erkenntnisse aus dem biologischen Gartenbau und berücksichtigen, welche Pflanzen sich gut ergänzen („gute Nachbarn“, Mischkultur), welche nicht direkt nebeneinander stehen und welche erst wieder nach einer mehrjährigen Pause am gleichen Standort wachsen sollten. Die alten Pflanzpläne helfen uns, die Vorjahre im Blick zu behalten und das folgende Gartenjahr zu planen. Viele Kräuter und Blumen wachsen mittlerweile frei und versamen sich selbständig. Sie unterstützen uns dabei, ein Gleichgewicht zu halten. Nützlinge werden so eingeladen.

Auch bei den Gemüsesorten setzen wir auf Sorten, die sich selbständig vermehren. Im Folgejahr werden die jungen Pflänzchen ins gewünschte neue Beet verpflanzt. Einige Sorten können ein- bis zweimal weiter gezogen werden. Kürbissamen kaufen wir konsequent neu im Wissen, dass sich  diese Pflanzgattung zu Kreuzungen neigt.

Es wachsen schon einige mehrjährige Gemüsesorten im Garten wie Brokkoli, Lauch, Lauchzwiebeln, Etagenzwiebeln, verschiedene Kohlsorten und Rhabarber. Es werden von Saison zu Saison mehr.

Jahr für Jahr erweitert sich unser Wissen und wird durch Neumitglieder immer wieder bereichert und ergänzt.

Egal, was uns im Anbaujahr gerade zu schaffen macht –  Schnecken, Mäuse, Kartoffelkäfer, viel Regen oder Hitze – wir staunen immer wieder aufs Neue, wie üppig die Natur uns beschenkt und wie sich das Oekosystem zunehmend selbst reguliert.

Alle, die im Garten mit anpacken, sei es beim Mähen, dem Erstellen von Infrastruktur, bei administrativen Hintergrundarbeiten oder Arbeiten im Gemüsegarten, dürfen sich am Ertrag der Gemüse- und Obstfülle bedienen. Getragen von der Idee des Fair Share (Permakultur verlinken) nimmt sich jede Person nur soviel, wie sie braucht. So reicht die Ernte für alle.

Unser Garten ist ein Gemeinschaftsgarten und die Idee der Permakultur soll auch auf der sozialen Ebene Fuss fassen können. Wir Menschen sind Gemeinschaftswesen und der Garten bietet eine hervorragende Plattform, dies unabhängig des persönlichen Welt- und Menschenbildes zu üben und zu leben.

Unser Gemüse als konstanten finanziellen Gartenunterhalt verkaufen zu können, begleitet uns vorerst als Wunsch. Vielleicht bist du ja das neue Mitglied des „Grünen Zweiges“, das uns mit genügend Zeitressourcen und Kenntnissen in diesem Bereich unterstützt?

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