Ökoflächen im Permakulturgarten – Lebensräume für Vielfalt

Ökoflächen sind das Herz eines Permakulturgartens. Sie verbinden nachhaltige Bewirtschaftung mit dem Schutz der natürlichen Lebensräume. Anstatt jede Fläche „nutzbar“ zu machen, schaffen wir bewusst Orte, an denen die Natur sich selbst entfalten darf.

Dazu gehören Wildblumenwiesen, Totholzhaufen, kleine Teiche, Hecken oder Steinmauern – Strukturen, die Insekten, Vögeln und Kleintieren Nahrung und Unterschlupf bieten. Diese Vielfalt fördert ein stabiles Ökosystem, in dem sich Pflanzen gegenseitig unterstützen und Schädlinge natürlich reguliert werden.

Ökoflächen sind nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ästhetisch bereichernd. Sie zeigen, dass ein lebendiger Garten mehr ist als gepflegte Beete – er ist ein Ort des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur.

Wer Permakultur lebt, gestaltet Ökoflächen bewusst: als Beitrag zur Artenvielfalt, zum Bodenschutz und zur inneren Ruhe, die ein lebendiger, summender Garten schenkt.

Ökoflächen im Grünen Zweig

Das Areal des „Grünen Zweiges“ ist in verschiedene Bereiche gegliedert.

Die verschieden genutzten Zonen sollen möglichst allen Lebewesen Platz zum Leben und zum Sein bieten.

Unsere Ökoflächen sind ein Versuch, einem Zusammenspiel von unkultivierten Pflanzen und freilebenden Tieren gerecht zu werden, in einem steten Lernprozess, im Bemühen um Toleranz und mit achtsamem Eingreifen.

Zone 5 Das Waldstück mit altem Baumbestand und dichtem Unterholz wird von uns Menschen nicht betreten, damit das entstandene Ökosystem möglichst nicht gestört wird.

Zone 4 Der alte Heckenbereich mit Bäumen, dicht wachsenden Kleingehölzen und Dornensträuchern schätzen viele tierische Besucher als Lebensraum oder schutzspendenden Rückzugsort. Wir dezimieren nur die wild wachsenden Himbeeren am Rande zur Heuwiese. Daran anschliessend haben wir mit einheimischen Heckenpflanzen die Vernetzung erweitert. Die Hecke dient als Windschutz für die davor liegenden Obstbäume und Beerensträucher.

Zone 3 Die stehengelassene Wildwiese verbindet die Gehölze mit dem so wichtigen Heckensaum. Dieses hohe, alte Gras bleibt übers Jahr stehen und bietet den Wiesenbewohnern Nistplatz und zudem Unterschlupf, wenn die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr viel zu bieten haben. Unsere Wiesenflächen mähen wir gestaffelt mit Sensen, um Kleinlebewesen und Insekten zu schonen. Das zu Heinzen aufgeschichtete Heu bietet weiteren Lebensraum während der Mähsaison.

Ast- und Steinhaufen, Holzbeigen, stehendes Totholz, offene Kies- und Sandflächen, das Rindenmulchlager sowie unsere sieben Kompostmieten bieten auf dem ganzen Areal verteilt gern genutzter Lebensraum.

Diverse vierbeinige und geflügelte Bewohner können auf dem Areal beobachtet oder am Gesang erkannt werden. Die Raubtiere halten die Mäusepopulation schon sehr gut im Gleichgewicht.

Der grosszügige, neu angelegte Teich mit seiner vielfälltigen Uferzone bereitet Menschen wie auch tierischen Besuchern viel Freude.

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